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  • Arbeit-Kultur-Arbeit


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    28.4. – 9.6.2007
    Arbeit-Kultur-Arbeit
    Angiola Bonani (I/E), Sylvia Forsten, Richard Grassick & the AMBER Group (UK), Georg Krause, Martin Weinhold
    ” Vom tätigen Leben” – Hannah Ahrendt

    Kuratorin: Liz Crossley (RSA)
    Grußwort: Frau Minka Dott (Ehmalige MdA)
    Laudatio: Dr. Gregor Gysi
    Musik: Joe Armstrong von AMBER Projekt
    Lesung: Jens-Peter Steffen liest Kuddel Schnööf’s Weisheiten über Arbeit von Jochen Steffen
    Ausstellungseröffnung: Freitag, den 27. April 2007 , um 20.00 Uhr

     

    ARBEIT – KULTUR – ARBEIT WORK – CULTURE – WORK

    Vom tätigen Leben“ (Hannah Arendt) “On active life” (Hannah Arendt)
    Ein internationales Ausstellungsprojekt mit Fotografie, Video , Film und Diskussionsrunden über Veränderungen in der heutigen Arbeitswelt

    Arbeit, gerade die zur Sicherung des Lebensunterhalts notwendige bezahlte Arbeit, ist ein bestimmendes Element in jedermanns Leben. Wenn die Verfügbarkeit dieser Erwerbsarbeit reduziert wird oder sie sich z.B. von produzierendem Gewerbe zu Dienstleistungen verlagert, hat dies radikale Auswirkungen auf den Menschen und für jede Gesellschaft.
    Die an der Ausstellung beteiligten Künstlerinnen und Künstler binden ihr kreatives Schaffen eng an die Beobachtung der Gesellschaft und an die erfahrenen Reaktionen auf ihre Sichtweise der sich ändernden Gesellschaft. Für sie sind die Änderungen des Charakters der Arbeit Thema ihrer Werke, die diese kommentieren und reflektieren.
    Die ausgestellten Arbeiten lenken die Aufmerksamkeit auf unterschiedliche Situationen, sie wollen eine Debatte initiieren und wünschen sich die Öffnung zu kreativen Lösungen. Die Ausstellung zeigt Arbeiten von vier Künstlerinnen und Künstlern, sowie einer Künstlergruppe zum Thema „Arbeit“ als Erwerbsarbeit aber auch deren Abwesenheit. Sie stellen in einem Bezirk von Berlin aus, durch diesen Mangel und zugleich die Verschiebung des Charakters von Erwerbsarbeit gekennzeichnet ist.
    Wunsch und Ziel der Ausstellung ist es, diese Arbeiten einem breiten Publikum vorzustellen und darüber hinaus Diskussionsforen zu eröffnen, in denen nicht nur die gegenwärtige Situation in Deutschland, sondern auch in Großbritannien und anderen Teilen der Welt reflektiert wird.
    Dazu wird beabsichtigt, Menschen mit und ohne bezahlte Arbeit, junge Leute, Künstler, Politiker, Schriftsteller und andere zusammenzubringen, um miteinander zu sprechen, zu streiten und um nach Ideen zu suchen.

     


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  • Drei vor Ort


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    30.9. –3.11.2007
    Drei vor Ort
    Gudrun Kühne, Kerstin Seltmann, Heinz Handschick
    Kunst aus Treptow-Köpenick

    Kuratorin: Dorit Bearach
    Laudatio: Astrid Volpert
    Musik: Conny Bauer (tb)
    Ausstellungseröffnung: Freitag, den 28.09.2007,  um 20.00 Uhr

     

    Drei Künstler aus Berlin Treptow – Köpenick

    Wieder einmal werden drei Künstler in einer seltenen, ungewöhnlichen Zusammenstellung mit ihren Werken gegenüber gestellt.
    Heinz Handschick stellt sich mit seinen dichten, fast obsessiven, abstrakten Zeichnungen, die mit ihrem Rhythmus und ihrer Dichte immer wieder einen Raum erzeugen, vor.
    Gudrun Kühne überrascht diesmal mit ihren jüngst entstandenen Arbeiten, in Bronze gegossene Figuren und aus Sandstein gehauene Skulpturen und Reliefs. Mit ihrer Malerei und Zeichnung sucht sie neue räumliche Dimensionen auf, geprägt von einer ausbrechenden Weiblichkeit.
    Kerstin Seltmann zeigt Malerei, die von starker Farbigkeit und Organität geprägt ist. Diesem entstehenden Sog kann man sich schwer entziehen. Die Formen, die Geschichten erscheinen uns so nah und bekannt, doch gleichzeitig sind sie privat und verschlüsselt.
    Dorit Bearach – Kuratorin
    Berlin, den 10.09.2007

     

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  • parkhaus recall


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    18.11.2007 – 5.1.2008
    parkhaus recall
    Jens Becker, Berthold Bock, Matthias Heidenreich, Felix Müller, Rocco Pagel, Holger Syrbe, Daniel Heinrich
    Künstler aus dem ehemaligen Parkhaus Treptow

    Laudatio: Ute Müller-Tischler
    Musik: »Auge mit Luxus« – Berliner Underground-Duo, (Comiczeichner Auge und Barbara Ehwald, Sopran)
    Ausstellungseröffnung: Freitag, 16.11.2007 um  20.00 Uhr

     

    Sieben Künstler, die in den neunziger Jahren ihre Ateliers, Proberäume und Werkstätten im ehemaligen Parkhaus Treptow hatten, stellen vom 16.11.07- 05.01.2008 in der Galerie Alte Schule im Kulturzentrum Adlershof aus.

    Jens Becker, Berthold Bock, Matthias Heidenreich, Daniel Heinrich, Felix Müller, Rocco Pagel, Holger Syrbe – ein Arbeits- und Freundeskreis.

    Die Künstler arbeiten in den Medien Malerei, Zeichnung, Fotografie, Video, Installation und Objekt.
    Die Zusammenarbeit im ehemaligen Parkhaus Treptow war eng und es entstanden miteinander eng verflochtene Projekte, die im In- und Ausland ausgestellt und ausgezeichnet wurden. So entstanden unter anderem der “Parkwart-Verlag”, der Künstlerbücher produzierte, drei Bandprojekte: “Berwenger” & “Brothers of Universe” (beide ehemals “Die Sextouristen”) und “Gardenhouse”, verschiedene Film- und Trickfilmprojekte, Bühnenbilder und diverse Ausstellungen – zum Teil vor Ort in der legendären “Galerie im Parkhaus”. Die sieben Künstler hatten ihre Ateliers im Haus, richteten eine Siebruck- und eine Buchdruckwerkstatt ein, organisierten sich Musik- Proberäume und tourten mit verschiedenen Projekten durch die Kunstszene Europas… Der Freundeskreis überstand die Schließung des Hauses im Jahre 2002 und nun, nach Jahren zum Teil sehr unterschiedlicher künstlerischer Wege, finden sich die sieben Künstler zu ihrer ersten gemeinsamen Werkschau seit Ende der neunziger Jahre zusammen. In der Ausstellung werden hauptsächlich neue Arbeiten unterschiedlichster Genres gezeigt, doch der Reiz der Ausstellung liegt auch in der Kombination der aktuellen Arbeiten mit den früheren gemeinsamen Film- und Musikprojekten.
    Die Laudatio wird Dr. Ute Tischler halten, musikalisch wird, neben den Klängen der älteren Musikprojekte, das Berliner Underground-Duo »Auge mit Luxus« zu hören sein.
    Die Ausstellung ist für die Freunde des ehemaligen Parkhauses und die Beobachter der jüngeren Berliner Kunstszene ein Muss!

     

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  • INTERCITY Berlin – Prag


    12.1. -17.2.2007
    INTERCITY Berlin – Prag
    07 Fotografie
    Hynek Alt, Aleksandra Vajd, Julia Christe, Sybille Fendt, Tereza Janečková, Pavlína Míčová, Viktor Kopasz, Alena Kotzmannová, Jens Liebchen, Wiebke Loeper, Guido Mieth, Ondřej Přibyl, Sabine Schründer, Wolfgang Stahr, Michaela Thelenová, Dušan Zahoranský

     

    Die Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft des Botschafters der Tschechischen Republik in Berlin Herrn Boris Lazar.Kuratorin (Prag): Helena Musilovà
    Kuratorin (Berlin): Simona Mehnert
    Laudatio: Josef Vomáčka, Projektleiter
    Musik: Anke Gimmler, Buk-Trommel
    Musik: Anke Gimmler, Performance auf der asiatischen BUK-Trommel
    Ausstellungseröffnung: Freitag, 12.1.2007 um 20.00 Uhr
    Finissage: Samstag, 17.2.2007 um 17.00 Uhr
    Filmvorführung: Der König von Velichovky +Taticek und Lili Marlen, CZ 2005
    Kooperation zwischen der Bürgergesellschaft Intercity: Berlin-Praha, der Stiftung Tschechischer Kunstfonds und dem Kulturzentrum Adlershof Galerie Alte Schule
    Jeweils sieben künstlerische Positionen aus Prag und Berlin zeigt die Ausstellung InterCity: Praha-Berlin. Anliegen dieses Ausstellungsprojekts ist es, zwei europäische Metropolen zu verbinden und die aktuellen Tendenzen und Positionen junger Fotografen aus beiden Städten vorzustellen. Es gilt, das Gemeinsame und das Gegensätzliche der zwei kulturellen Zentren zu entdecken, einen Dialog darüber zu führen und die gegenseitigen Kontakte anzuregen. Helena Musilová, die in der foto-grafischen Sammlung der Nationalgalerie in Prag arbeitet, und Simona Mehnert, die im Tschechi-schen Zentrum in Berlin als Ausstellungsreferentin tätig ist, haben die Auswahl der Fotografen getroffen. Die Ausstellung verfolgt dabei kein spezielles oder national orientiertes Thema, und auch die beiden Städte sollen nicht im Mittelpunkt stehen. Die Ausstellung greift den Gedanken der parallelen Existenz unterschiedlicher Auffassungen im Bereich der aktuellen Fotografie auf und arbeitet mit den inhaltlichen und visuellen Spannungen, die zwischen den einzelnen individuellen künstlerischen Positionen entstehen.

    Hynek Alt (geb. 1976) und Aleksandra Vajd (geb. 1971) zeigen Selbstporträts, die als Dialog zwischen einem Mann und einer Frau konzipiert sind. Viktor Kopasz (geb. 1974) arbeitet seit mehr als zehn Jahren an seinen Tagebüchern, die aus Fotografien, gefundenen Gegenständen und Textaufzeichnungen bestehen. Ondřej Přibyl (geb. 1978) fotografierte Landschaften an der Berliner Peripherie. Ihre scheinbar banalen Aufnahmen versetzt Michaela Thelenová (geb. 1969) mit Hilfe eines Textkommentars in völlig andere kontextuelle Ebenen. Tereza Janečková (geb. 1978) und Pavlína Míčová (geb. 1979) übertragen in ihren großformatigen Farbaufnahmen die intime Atmosphäre privater Wohnungen in die Galerieräume. Dušan Záhoranský (geb. 1972) widmet sich der Problematik der Zeitwahrnehmung, und Alena Kotzmanová (geb. 1974) untersucht die Beziehungen zwischen Realität und Illusion.

    Ihre prägnanten Landschaftsaufnahmen inszeniert Julia Christe (geb. 1973) in kargen Landschaften in Mexico, Kalifornien und Australien. Sibylle Fendt (geb. 1974) machte in zwei deutschen Kliniken für psychosomatische Störungen Porträts von siebzehn- bis zwanzigjährigen Frauen, die unter Magersucht leiden. Jens Liebchen (1970) setzt sich mit dem Phänomen der innerrussischen Migration auseinander. Wiebke Loeper (geb. 1972) ist in ihren Fotografien auf der Suche nach der eigenen Identität, die von den permanenten Verwandlungen Berlins geprägt ist. Guido Mieth (geb. 1976) thematisiert in seinen Fotografien urbaner Anlagen und Kulturlandschaften die zunehmende Entfremdung, das Künstliche und Absurde unserer Umwelt. Zwischen Dokument und Inszenierung bewegen sich die Farbaufnahmen von Sabine Schründer (geb. 1973). Sie zeigen ihr persönliches Umfeld und widmen sich dem Thema der gesellschaftlichen Orientierungslosigkeit. Wolfgang Stahr (geb. 1969) hält städtebauliche Situationen in Tschechien, der Slowakei, Ungarn, Polen und Slowenien fest.

     Wir danken dem Ministerium für Kultur der Hauptstadt Prag, dem Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds und dem Tschechischen Zentrum in Berlin für die Unterstützung

     

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  • dezentral, lokal


    22.6. – 4.8.2007
    dezentral, lokal

    Künstler: Eric Alblas, Marie-Luise Birkholz, Jule Frommelt, Nicolas Grimmer, Daniela Gugg, David Harten, Valentin Hertweck, Kerstin Honeit, Anne Jordan, Daniel Kemeny, Ofri Lapid, Paulina León, Silvia Lorenz, Katharina Lüdicke, Soichiro Mitsuya, Johanna Naatz, Irene Pätzug, Miriam Petrusky, Sophia Pomperý, Eiko Sabela, Christian Sauerteig, Christian Schellenberg, Jan Vormann, Shira Wachsmann, Caroline Wachter, Joanis Walter, Rita Wesiak

    Kunsthistoriker : Henrike Eibelshäuser, Rebekha Flake, Lisa Hackmann, Joris Heyder, Fiona McGovern, Silvia Ploner, Magnus Schäfer, Maja Wismer
    Studentinnen und Studenten der Kunsthochschule Berlin-Weissensee, Fachgebiet Bildhauerei/Freie Kunst + der FU Berlin, Fachgebiet Kunstgeschichte

    Idee + Projekt: Prof. Berndt Wilde
    Laudatio: Christoph Tannert
    Ausstellungseröffnung: Donnerstag, den 21.Juni, um 17 Uhr
    Die Ausstellung in der Galerie „Alte Schule“ Adlershof geht aus der Zusammenarbeit von Studierenden der Kunsthochschule Berlin-Weißensee und der Freien Universität hervor, und stellt eine übertragene Verlagerung vom Nordosten in den Südosten Berlins dar. Die Orte liegen im Hinblick auf die Infrastruktur der Stadt dezentral.

    Neben dem Stadtteil Adlershof auf der einen Seite, gibt es den Technologie- und Medienstandort Adlershof als typischerweise dezentral gelegenes, komprimiertes Innovationszentrum. Dieses bildet in sich eine Welt und könnte auch an einem anderen Ort sein. Durch seine Tätigkeitsfelder ist es universal. Die Stadt und im besonderen das „Kulturzentrum Adlershof“ im Anwohnergebiet um die Dörpfeldstrasse ist das Hier dieser Ausstellung, es ist ein temporäres Lokal. Doch findet sich dieses Motiv in den künstlerischen Arbeiten inhaltlich weniger im territorialen Sinn, als vielmehr idiomatisch. Wie könnte eine Verbindung von dem Gegensatz lokal/ universal aussehen?

    Dezentral ist in dem Sinne gemeint, dass ein Zentrum nicht existiert. Vielleicht gibt es erst dadurch eine Verbindung von lokal und universal?

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  • Paradise


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    12.8. – 19.9.2006

    Ludwig Rauch : Paradise
    Neue Fotografien
    Laudatio: Michael Freitag
    Ausstellungseröffnung: Freitag, den 11.8.2006, 20.00 Uhr
    Finissage: 19.9.2006, 19.00 Uhr
    Lesung: Texte zum Paradies

    Paradiese, das sind Verheißungen von einem glücklichen Jenseits. Es gibt ihrer so viele wie es Religionen gibt. Nicht gerechnet die, die in das private Hoffnungssystem eingearbeitet sind. Sie sollen Trost bieten, Handlungen steuern und helfen, mit Enttäuschungen fertigzuwerden. Und sie sollen der Gewißheit des Todes das Endgültige nehmen. Paradies, das ist der Projektionsort unserer Wünsche, jenes „Später“, das alles, was man getan oder nicht getan hat, erklären und damit hinter uns bringen wird. Manche nennen das Glück.

    „Paradise“ steht in Leuchtschrift am Museum of Contemporary Art, das Ludwig Rauch fotografiert hat, als er dort die Art Basel Miami besuchte. Das Signal war da und mit ihm ein Stichwort, das die nebeneinander entwickelten Arbeitsstrecken des Fotografen auf einen Punkt brachte, Jedenfalls, wenn man sie ausstellen wollte. Es geht um Kunstwelten, um die Welt der Kunst und um deren Schauplätze. Hier ist es eine Großparty unter Palmen, hinter dem Funkeln der Cocktails, im Glanz schöner Frauen, die sich in riesigen Limousinen spiegeln. Rauch fotografiert die Protagonisten und ihre Szene, die sich als jene Traumwelt gibt, in der Geld und höherer Sinn sich nicht mehr im Wege stehen.

    Verheißung von Glück, so könnte schließlich jede Kunstmesse heißen. Aber es gibt nur eine Stadt, die dieses Logo auch für sich in Anspruch nehmen kann: Venedig. Rauch hat diesen unwirklichen Ort inmitten seines alltäglichen Untergangs über Jahre fotografiert und Stilleben von Gefährdung und Unvergänglichkeit gefunden, nicht weit von den Gärten, wo die Kunst-Biennale der Nationen als eine Art Lagunen-Miami stattfindet.

    Wo soviel Licht ist muß auch Schatten sein und umgekehrt. Die Idee vom Paradies gibt es ja nur, weil von Anfang an Angst ist in der Welt. Die tiefste ist die vor dem Sterben. Man kann den Tod verallgemeinern, das Sterben nicht. Und so hat Rauch am unfaßbaren Geschehen aus der Nähe des Privaten teilgenommen. Die Bilder erst machen es möglich, Schmerz und Trauer in den Abstand der Würde zu heben. Und Bilder können selbst Paradiese werden, wenn sie das Ewige als Übergang und die Augenblicke des Todes als Folgerichtigkeit sichtbar machen, die sich fortsetzt, solange wir die Bilder davon haben.

    Diese Ausstellung verspricht Vielfalt und Komplexität in offenen Bezugsfeldern. Was man zu sehen bekommt, ist eine großartig und mit Freude fotografierte Welt, die sich so wenig festlegen läßt wie diese Art, sie zu fotografieren.

    Michael Freitag

     
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  • El vuelo del bronce – der Flug der Bronze


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    24.6. – 1.8.2006
    El vuelo del bronce – der Flug der Bronze
    Alberto Lescay (Cuba), Eduardo Roca Salazar (Cuba), Silvia Hagen, Anna-Franziska Schwarzbach, Rudolf Borkenhagen, Florian Flierl, Marco Flierl
    Internationales Guß-Symposium
    Einführende Worte: Anna-Fransziska Schwarzbach
    Musik: La guerilla musical
    Ausstellungseröffnung: Freitag, 23.6.6 um 20.00 Uhr
    Finissage: 01.08. 19.00 Uhr,  Solokonzert: Gerardo Alfonso, Kuba: „Son los sueños todavia (Es sind immer noch die Träume)“

     

    Zum ersten Weißenseer Guß-Symposium arbeiten im Mai 2006 auf dem Gelände der Kunstgiesserei Flierl 7 Künstler, zwei davon sind Gäste aus Kuba – im Interesse steht der Prozess der Gusses und seine Auswirkung auf die bildhauerische Arbeit. Künstlerische Metallgüsse sind entscheidend durch ihre Herstellungstechnik und die Bearbeitung des Metalls geprägt. Aus diesem Grund sind gerade auch die Bildhauer eine treibende Kraft in der Entwicklung der Gusstechnik gewesen. An diesem Punkt möchten die Künstler mit dem Symposium anknüpfen. Wir möchten mit ihm eine innovative Basis geben, in der insbesondere historische Techniken des Bronzegusses experimentell wiederentdeckt bzw. erweitert werden.

    Es gilt, die alten Techniken mit den neuen Techniken zu verknüpfen, sie weiterzuentwickeln oder auch neue Materialien zu erproben. Der Künstler kann sein eigenes Erkundungsfeld (Experimentierfeld) nach den vorhandenen Möglichkeiten gestalten. Während dessen soll jeder Arbeitsgang dokumentiert werden. Der Schwerpunkt des Symposiums soll innerhalb des künstlerischen Prozesses auf den handwerklichen Teil konzentriert werden.In der Galerie Alte Schule sollen die Ergebnisse des Symposiums, andere Arbeiten der teilnehmenden Künstler und die Dokumentation präsentiert werden.

    In Koop: http://www.kunstgiesserei-flierl.de und www.cuba-si.org

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  • Forever young


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    5.5. – 10.6.2006
    Forever young
    Uros Djurovic, Philipp Dorl, Mark Gröszer, Anna Kasten, Franz Reimer, Peter Schnaak

    Kuratorin + Laudatio: Dorit Bearach
    Musik: PROTOTYP, elektronische Toy-Piano-Projekt
    Ausstellungseröffnung am 5.5.2006 um 20.00 Uhr

    „Junge Künstler“  war der Arbeitstitel dieser Ausstellung in der Vorbereitung.

    Junge Künstler….

    Ja, eine Generation danach, dachte ich…An die ersten Jahre nach dem Studium dachte ich… Bewerbung für den VBK – Zugang für ein bezahlbares Atelier, ein Kind, aber kein Telefon oder ein Auto, geschweige denn eine Fahrerlaubnis.. So, Welt, wir kommen!!
    Dieses Gefühl zu Haben, wobei man nach vorne schaut, man hat doch nichts verpasst, man kann noch eines oder anderes später mal… später mal.. man hat Zeit, man ist doch….FOR EVER YOUNG…
    Eine Generation danach… Telefon, Mail-Adresse, lange Studienzeit und vielleicht später mal ein Kind…Es war einmal eine kleine deutsche Volkseinheit im Osten oder Westen… Das deutsche Volksgefolge ist auch nur noch ein Teil das reichen vereinten Europa… und der Billigwein im Regal kommt aus Chile, Südafrika oder Australien… Neben all diesen Annehmlichkeiten, wird es uns nur ein bisschen heißer, windiger, teurer, kriegerischer…

    So, Welt, du bist kleiner geworden…wir kommen!!!..
    Die Künstler, die uns hier ihre Arbeiten vorstellen, sind tatsächlich noch immer jung. Zum Teil studieren sie noch, oder sie versuchen ihre Leben – ihre Kunst durchzusetzen, zu bestreiten…
    Ein alltäglicher Kampf zwischen Kreativität und existentieller Finanzierung…
    Aus Berlin, Bielefeld, Dresden und Düsseldorf stellen sie mit Malerei, Fotografien, Zeichnungen, Druckgrafik, Plastik und Video ihre Positionen vor.
    Es ist eine Auseinandersetzung mit Themen, die uns sowohl im Globalen als auch im Individuell-Privaten beschäftigt, berührt durch ihre Tiefe und Ernsthaftigkeit – lässt sie mich nicht gleichgültig.
    Mal ist es das Gefühl, verloren in dieser Welt zu sein, mal der Ausdruck von Trotz und Zynismus. Poetischer Anachronismus lässt mich das Gefühl haben, immer wieder in ein Gespräch verwickelt zu sein, zu einem Gespräch willkommen zu sein…Stark engagiert, geradezu betroffen ist die Haltung, die sich hier uns offenbart. Man nimmt das Risiko in kauf, vielleicht nicht gefällig oder trendy zu sein, es ist ja auch eine Chance…
    So persönlich, wie diese Handschriften sind, ist diese kleine Entdeckungsreise für mich spannend gewesen, In der Vorbereitung der ausstellung merkte ich immer mehr, so unterschiedlich die Techniken, Handschriften und Herkunft der Künstler auch sind, verbindet sie doch eine ganze Menge… das Forschen nach Raum, nach Zeit, nach Raum in der heutigen Zeit…. Genau das kommt hier in dieser Ausstellung zum Ausdruck, und genau das wünsche ich euch auf eurem weiteren Weg, dass ihr der Fremde begegnet und in ihrer Nähe seht…

    Dorit Bearach
    Berlin, Mai 2006

     

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  • INGO ARNOLD (75)


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    10.3. – 25.4.2006
    INGO ARNOLD (75)

    Zeichnungen, Montagen, Bilder
    Laudatio: Prof. Rudolph Grüttner
    Musik: Werner Tast, Flöte, Stefan Tast, Violine, Ringela Rienke, Violoncello – spielen Ravel und Varese
    Ausstellungseröffnung:  Donnerstag, den 9. März 2006 , 20.00 Uhr
    Künstlergespräch und Konzert: Dienstag, 04. April, 19.30 Uhr
    Moderation: Peter-M. Kunz
    Konzert: Julius und Fridolin Helm spielen moderne Gitarrenmusik von Leo Brouwer, Astor Piazzolla und Alberto Ginastera

    Stimmen zum Werk von Ingo Arnold:
    Jürgen Rennert, Lyriker:
    Ingo Arnold gehört seit den siebziger Jahren zu jener Phalanx unüberhör- und unübersehbar Stiller im Lande, (…). Von dieser höchst anspruchsvollen Bescheidenheit und ihrem, publizistisch bislang kaum vermerkten, großen Einfluss auf den endlichen und friedlichen Gang der jüngeren Dinge in Deutschland wird – vermutlich auch erst im 21. Jahrhundert – noch zu reden sein. Umsomehr erhoffen wir dieser Ausstellung (…) jenen unbefangenen Blick, der sich von der unverminderten Aktualität der Arnoldschen Blätter verstören, beunruhigen und faszinieren lässt. Bis sich die Netzhaut sträubt und schreit: „Wieso denn das?“ Und: „Warum denn das noch immer, wo das doch heute alles längst vorbei ist?“ Und wir werden lächelnd entgegnen: Das? Heute? Vorbei?
    Zu Ingo Arnolds „Metrischen Montagen“. Ausstellungseröffnung im DOMizil, Berlin 1994

    Reiner Bredemeyer, Komponist:
    Arbeiten werden vorgestellt, arbeiten wird vorgestellt. (…)
    Aura wird nicht benötigt, eher Interesse und Ansehen: neugieriges Ansehen. Ich assoziiere den Film, den Film Eisensteincher Bildbewegungen. Ich assoziiere Musikalisches, aber eher strenge Fugen, Quartettiges als sinfonisch Gedichtetes. (…) Lyrik und Mathematik sind Arnolds Gebilden oft hautnah und diese spirituellen Verwandtschaften mögen das Musikalische des Eindruckes mitbewirken. Das Konstruktive, auch Gewaltsame, Gemachte wird durch diese Lyrismen und Melos-schichten seltsam zurückgedrängt, unaufdringlich gefärbt und es ergibt sich oft eine deutliche Vielschichtigkeit des Betrachtenkönnens: (…)
    Aus: Eröffnungsrede „Ingo Arnold. Zeichnungen, Metriche Montagen“, Berlin 1977

    Michael Freitag, Publizist:
    (…) Reiner Bredemeyers Vertonung von 1984 schuf den Raum für eine Begegnung zwischen Wilhelm Müller und Ingo Arnold, dem Lyriker und dem Grafiker. (…) Müllers Verse verstanden plötzlich, was Arnold dachte. (…) Die einen kratzten an den verriegelten Toren. Die anderen gingen weg, mitten im Winter. Dritte waren die Toren und haben die Flucht sich ausgemalt. Wie Arnold. Wie Müller. (…) Er montierte Bilder für die eingefrorene Zeit, in der er lebte und hat so dem Müller die Hände gerieben. Inmitten der Betonblöcke, auf die es nicht Reim mehr noch Metapher gibt. (…)
    Aus: Text zum Graphikzyklus „Die Winterreise“, 1991

     

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  • Kunstlandschaft Garten

    [metaslider id=1867]1.7. – 9.8.2005

    Lili Artmann, Julia Neuenhausen, Atelier “le balto“, Mathieu Dagorn, Thomas Richter, Rainer Görß + Pierre Granoux,
    Léon Kleinbaum, PM Metzler, Ping Qiu, Farkhondeh Shahroudi, Barbara Willecke, Barbara Über, Kata Unger

    Malerei, Installation, Film, Fotografie – 14 internationale Künstler zum Thema Garten

    Rede: Cornelia Jentsch
    Kurator: Peter Metzler
    Musik: Alex Nowitz, Gesangsimprovisation

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