Category: 2015

  • Drei Vor Ort


    1.-31.10.2009
    DREI VOR ORT
    Zeichnung, Malerei, Druckgrafik, Plastik
    Jutta Schölzel, Goran Djurovic, Manfred Strehlau

    Kuratorin – Dorit Bearach
    Einführung: Petra Hornung, Kunsthistorikerin
    Musik: Christiane Wüstneck – Viola
    Ausstellungseröffnung: Donnerstag, 1.10.2009, 20 Uhr

    Innerhalb unseres Ausstellungsprogramms zeigen wir in der Reihe VOR ORT Künstler aus dem Stadtbezirk Treptow-Köpenick.

    Jutta Schölzel, Goran Djurovic und Manfred Strehlau agieren hier seit Jahren künstlerisch. Neben den unterschiedlichen Handschriften verbindet die Künstler jedoch eine Gemeinsamkeit – die menschliche Figur. Sie dient dem jeweiligen Künstler und seinem Werk ganz unterschiedlich, als Ausgangspunkt, als Ziel, als Mittel.

    JUTTA SCHÖLZEL Steinplastik, Zeichnungen und Druckgrafik Marmor-, Alabaster-, Serpentin-, Kalk- und auch Granitstein sind die Träger ihrer inneren Auseinandersetzung, der Spiegel einer Suche, eines Weges. Es sind leise Äußerungen, intime Poesie, mal flüchtig, mal schmerzlich versteinert.
    GORAN DJUROVIC Malerei und Druckgrafik.
    Die malerische Oberfläche ist satt und fett, ein wenig dunkel, erinnernd in gewisser Weise an die flämische Malkultur- wären da nicht der Sarkasmus und die Ironie, die sich aus den Bilder entfalten.Surreale Szenen, in denen die überraschende Raumsituation den Zuschauer als Akteur einbezieht und sich dadurch auch gewissermaßen erweitert – nicht ohne ein Gefühl des Unbehagens zu hinterlassen.
    MANFRED STREHLAU Zeichnungen und Plastik.
    Zarte Linien, die sich vermehrt verdichten, lassen zunehmend eine Landschaft ahnen: menschliche Körper. Es sind vielleicht mecklenburgische Landschaften mit ihren weiten Horizonten, die vor sich hin räkeln, liebliche Landschaften – weibliche Körper. Die Verkörperung des Raumes könnte man meinen. Wie ein Landvermesser, Punkt für Punkt, stellt er die Ferne fest. Ein Fuß, ein Becken, ein ausgestreckter Arm.

    Dorit Bearach, August 2009

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  • BLICK ZURÜCK NACH VORN


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    9.11.2009-09.1.2010

    BLICK ZURÜCK NACH VORN
    künstlerische Positionen zum Fall der Mauer
    Adriana Ciudad, Angela Fensch, Hans Hendrik Grimmling, Gerald Adam Hahn, Gusztav Hamos, Harald Hauswald, Peter Herrmann, Wolfgang Petrick, Hans Scheib, Reinhard Stangl

    Kuratoren: Reinhard Stangl und Hansdieter Erbsmehl
    Einführung: Hansdieter Erbsmehl
    Ausstellungseröffnung: Montag, 9.11.2009, 20 Uhr

    20 Jahre nach dem Mauerfall stellen Hansdieter Erbsmehl und Reinhard Stangl Arbeiten von Künstlern und Fotografen vor, die exemplarisch ein Bild dieser Epoche zeichnen. Es sollen nicht nur reflexive Beobachtungen und Sittenbilder gezeigt werden, auch expressive plastische Darstellungen und leise Eindrücke werden einen unheroischen und kritischen Blick auf die Situation DEUTSCHLAND werfen. Auch symbolisch, wie bei Peter Herrmann und H.H. Grimmling oder wie bei Angela Fensch, die Auseinandersetzung mit dem Thema Zeit.

    Allen Künstlern und Fotografen, egal ob aus Ost oder West, ob Frau oder Mann, ist die Auseinandersetzung mit unserer speziellen Geschichte ein zentrales Thema ihrer Arbeit. Man könnte es auch Leiden an der Zeit nennen. Besuche in den Ateliers bei den Freunden und Kollegen haben uns in der Ansicht gestärkt, diese Ausstellung zu konzipieren. Es gibt sicherlich gerade jetzt viele Ausstellungen zu diesem Thema, aber diese Arbeiten sind es unbedingt wert gezeigt zu werden .

    Bei dem Bildhauer Hans Scheib und dem Maler Reinhard Stangl sind es auch starke biografische Momente, die ihre Arbeiten prägen. Versuchen wir die Frage zu beantworten, ob diese Zeit eines Bildes würdig ist…

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  • Quo Vadis ? – Junge Kunst in Berlin


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    30.1.2010-6.3.2010

    Quo Vadis ? – Junge Kunst in Berlin
    Rocco Berger, Markus Gley, Katja-Bey Habedank, Sebastian Hagenow, Anna Kaufmann, Thomas Korn, Maryna Lavrenyuk, Regina Nieke, Sascha Polei, Franz Reimer, Wanda Stolle, Birte Trabert, Moreen Vogel, Judith Wollenberger, Eriko Yamasaki, Joshua Zielinski

    Kuratorin: Dorit Bearach
    Ausstellungseröffnung: Donnerstag, 29.1.2010, 20 Uhr

     

    Diese Ausstellung vereint Studenten der Berliner Kunsthochschulen in Weißensee und der Universität der Künste. Die Studenten jedoch kommen nicht nur aus der Hauptstadt:

    Berliner, Japaner, Amerikaner, von der Küste und vom bergischen Land, aus Ost und West, Nord und Süd, die Welt ist so nah – die Welt ist Berlin. Sie setzen sich auseinander mit Zukünftigem und Vergangenem, Müll und Klima, Wahrheit und Natur, Angst und Spiel. Sie suchen, suchen nach Material, nach Klärung, Lösungen, mit Farben auf Leinwänden, Figuren aus Pappmaschee, Objekten aus Kunststoff, Zeichnungen, Radierungen, Holz oder mit der Kamera. Jedes Mittel ist willkommen, jedes Mittel ist erlaubt, frisch , verspielt und fordernd.Sie suchen, sie probieren, und unbemerkt kommen sie der Zukunft immer ein Stück näher….

    Dorit Bearach

     

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  • naturANSICHTEN


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    20.3.2010 – 25.4.2010

    naturANSICHTEN
    Bildnerische Natur-Reflexionen

    Milena Aguilar Malerei (Spanien)
    Uwe Bressnik Collagen (Österreich)
    Wolfgang Faller Malerei (Deutschland)
    Marko Fenske Digitalprints/Video (Deutschland)
    Juan Pablo Gómez Alvarez Papierarbeiten (Kolumbien)
    Edite Grinberga Malerei (Lettland)
    Wilmar Koenig Fotografien (Deutschland)
    Xavier Krilyk Videoanimation/Malerei (Frankreich)
    Peter Lindenberg Skulptur (Deutschland)
    Michael Markwick Malerei (Niederlande/USA)
    Mary Ivy Martin Installation (USA)
    Kathrin Rank Malerei (Deutschland)
    Micha Reich Zeichnung (Deutschland)
    Melanie Schmidt Skulptur (Deutschland)
    Hans Schulze Papierarbeiten (Deutschland)
    Lior Wilentzik Installation (Israel)

    Kurator: Matheos Pontikos
    Laudatio: Matheos Pontikos
    Musik: Maxim Shagaev, Bajan (Knopf-Akkordeon)
    Ausstellungseröffnung: Freitag, 19.3.2010, 20 Uhr

    „[…] sah an alles, was er gemacht hatte, und siehe, es war sehr gut.“ Genesis I, 31

    „Der Künstler ist eine Art leidenschaftlicher Korrekturleser, der die schlechte Rechtschreibung von Gott rot anstreicht.“ Henry Lewis Mencken

    Seit alters her existiert eine antagonistische Beziehung zwischen Natur und Kunst. Entweder wird Natur als Super-Autorität wahrgenommen, deren Hervorbringungen man allenfalls nachzuahmen versuchen kann. Oder man erkennt ihre Grenzen und sinnt darauf, sie zu korrigieren, zu vervollkommnen, zu übertreffen.

    Gibt es auch Fälle, in denen die Natur der Kunst nacheifert? Sind Vogelnester und Spinnweben eher Natur oder Kunst? Ist der Kosmos ein Zufall oder ein gelungenes Kunstwerk, dem ein weiser Bauplan zugrunde liegt? Und wie steht es um den Menschen? Krone der Schöpfung? Misslungenes Experiment? Jeder ein Künstler? Oder doch eher ein Kunstwerk?

    Die Ausstellung naturANSICHTEN kann keine Antworten auf diese Fragen geben. Aber sie will Anreiz zum Nachsinnen und –fühlen sein über eines der wohl bedeutendsten Themen – nicht nur der Kunstgeschichte.

     

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  • 100 Jahre FRITZ KÜHN


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    8.5. – 12.6.2010

    100 Jahre FRITZ KÜHN

    Laudatio: Dr. Fritz Jacobi, Kunsthistoriker, Berlin
    Musik: Matthias Bauer
    Ausstellungseröffnung: Freitag, 7.5.2010, 20 Uhr
    Zur Ausstellung anlässlich des 100 Geburtstages von Fritz Kühn erscheint ein Sonderdruck mit Texten aus dem Nachlass:
    “Die kleinen Dinge bauen die Welt”

    FRITZ KÜHN- Kunstschmied, Stahlgestalter, Fotograf, Zeichner und Autor, lebte von 1910-1967 in Berlin

    Den Berlinern und ihren Gästen aus aller Welt begegnen auf Schritt und Tritt Werke dieses besessenen Multitalentes: ob restauratorische Arbeiten an der Humboldt-Universität, dem Ermeler-Haus, der Staatsoper Unter den Linden, am Schloss Niederschönhausen oder seine Arbeiten zum Wiederaufbau der zerbombten Stadt Berlin, dem Haus an der Weberwiese, den Gebäuden rund um die ehemalige Stalinallee , das Haus des Kindes am Straußberger Platz – hier gestaltete er auch das Relief zum Brunnen – oder auch das A-Portal der Berliner Stadtbibliothek in der Breiten Straße, um nur einige zu nennen.

    Wir freuen uns, diesen großen, international anerkannten Künstler und sein Schaffen anlässlich seines 100. Geburtstages mit einer Ausstellung in unserer Galerie ehren zu können.

    „ Die künstlerische Bedeutung Fritz Kühns als Kunstschmied, Stahlgestalter, Photograph, Zeichner und Autor mehrerer Bücher steht für uns außer Frage . Fritz Kühns außerordentliche Gestaltungskraft entfaltete sich vor allem in der angewandten Kunst in allen Bereichen – von der einfachen Gefäßgestaltung über Zeichen weltlicher und christlicher Emblematik bis hin zur baugebundenen Kunst und eigenständigen Brunnenanlagen –, sie reichte aber ebenso auch bis zur freien Stahlskulptur.

    Die Bedeutung, die seinem Werk mit Recht beigemessen wird, begründet sich durch seine Fähigkeit, elementare Formen der Natur, die er immer wieder intensiv beobachtet hat – seine Zeichnungen und besonders seine Photographien sind großartige Belege dafür – , durch seine Phantasie in streng abstrahierte Gestaltzeichen von hoher Intensität zu verwandeln. Aufbauend auf den Erkenntnissen des Bauhauses und der modernen Kunst der 1920er Jahre hat Fritz Kühn eine Synthese zwischen organischer Form und konstruktiver Funktionalität entwickelt, die in ihrer Stringenz und Ausdruckskraft seinen Werken eine hohe künstlerische Wertigkeit verleiht.“

    Fritz Jacobi, aus dem Gutachten der Stiftung Preußischer Kulturbesitz 2003

     

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  • DONGCHAY – VIETNAM IM FRIEDEN


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    26.6.-7.8.2010

    DONGCHAY – VIETNAM IM FRIEDEN
    Ein Fotografieprojekt der Burg Giebichenstein Hochschule für Kunst und Design Halle

    Begrüßung: Frau Gabriele Schöttler, Bezirksbürgermeisterin Treptow-Köpenick von Berlin
    Grusswort des Botschafters der sozialistischen Republik Vietnam in Deutschland, Herrn DO HOA BINH
    Einführung: Prof. Rudolf Schäfer, Halle
    Musik: Lotus-Ensemble, traditionelle Musik aus Vietnam
    Ausstellungseröffnung: Freitag, den 25.6.2010, 20 Uhr

    Dōng Chảy (Vietnamesisch), panta rhei (Heraklit, Griechisch) – alles fließt im Deutschen. Vietnam im Frieden. Zehn Deutsche, ein Vietnamese und eine Albanerin fotografieren künstlerisch und dokumentarisch vier Wochen in der Sozialistischen Republik Vietnam. „Wir erlebten ein Land“, so Justus Richter, Student im 3. Studienjahr, „wie es gegensätzlicher nicht sein kann und eine Gastfreundschaft, wie sie ohne eine Gegenleistung zu fordern eben nur ein Bruder, gleichsam stellvertretend für die Familie, zu leisten im Stande ist.“

    Kaum ein Krieg außerhalb Europas wurde hierzulande so empathisch empfunden wie der Vietnam-Krieg in seinem Ungleichgewicht der Kräfte, der ökonomisch-technologischen Überlegenheit hier, der zähen Tapferkeit dort und dem unendlichen Leid der Zivilbevölkerung zwischen den Fronten. Die Bilder davon hallen bis heute nach. Vierzig Jahre später führen uns die Bilder der Ausstellung in ein friedliches Land. Alltagsszenen und Stimmungen, teilnahmsvoll wahrgenommen. Im Blick auf das kulturell Andere spiegelt sich die Differenz zu den Kategorien der gewohnten Erfahrung. Der Alltag in Vietnam funktioniert anders, lebendiger, bunter, leichter – so scheint es. Die Spuren des Krieges verhalten sich dezent. Die Brandwunden mögen verheilt sein, Agent Orange wirkt nach, das sei dabei nicht vergessen. Die Teilnahme am Schicksal Vietnams ist Teil deutsch-deutscher Zeitgeschichte. In diesem Jahr bestehen die diplomatischen Beziehungen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Sozialistischen Republik Vietnam 35 Jahre – ohne Zweifel ein weiterer Grund, diese außergewöhnliche Fotografieausstellung in Berlin zu zeigen.

    Prof. Rudolf Schäfer zum Projekt:

    Trip to Vietnam

    Wenn man heute nach Vietnam reist, in unserem Fall um fotografisch zu arbeiten, ergeben sich erstaunlicherweise ähnliche Eindrücke wie sie Susan Sontag 1968 in Ihrem Buch „Trip to Hanoi“ beschreibt: „Ich kann nicht erklären, wer ich bin, und nicht einmal die Straßenschilder lesen; trotzdem fühle ich mich vollkommen sicher. […] Hanoi macht einen kultivierten und in keiner Hinsicht gewalttätigen Eindruck, und das ist überraschend, nicht nur im Vergleich zu den großen Städten Amerikas […]. Die Menschen hier sind frisch, lebhaft und sehr gesellig, dabei aber auffällig friedfertig im Umgang miteinander.[…] Vielleicht fühle ich mich so sicher, weil ich die Vietnamesen nicht ganz ernst nehme als ‚richtige Menschen’ – im Sinne der in Amerika so verbreiteten finsteren Auffassung, daß ‚richtige Menschen’ unbeständig, gefährlich sind, daß man unter ihnen nicht sicher ist. Aber ich hoffe doch, daß es das nicht ist. Schließlich würde ich es keineswegs vorziehen, wenn die Vietnamesen unangenehm oder mürrisch wären. […] Zum Beispiel betrachte ich es als Mangel, daß die Nordvietnamesen nicht richtig hassen können. Wie könnte man es sonst erklären, daß sie die Amerikaner offenbar wirklich ganz gern mögen?“ Den letzten Satz kann auch ich, lange nach dem Krieg, bestätigen.“

    Aber kehren wir zum Anfang zurück. Unsere Hochschule hat vielfältige offizielle internationale Beziehungen zu anderen Kunsthochschulen, seit DDR-Zeiten schon zum Hanoi College of Industrial Fine Art und eine Delegation unter der Leitung des Rektors Bùi Quang Hài war im Januar 2008 zu Gast an unserer Schule. Der letztlich unzutreffende Arbeitstitel unseres Semesterprojektes „Good morning Vietnam“ stand schon im Oktober 2007 fest. Und unser Hauptreiseziel sollte Ho Chi Minh City, das alte Saigon und nicht Hanoi sein. Darüber hinaus musste das Projekt wenig auf repräsentative Besuche und Gegenbesuche eingerichtet sein. Dennoch dazu später.

    Subtropisch bis tropisch, sozialistisch, vierundachtzig Millionen Einwohner, buddhistisch, katholisch, protestantisch, synkretistisch, pro Kopf 714 US-Dollar im Jahr, erkennbar fremd – und acht faustische Studierende an der Burg Giebichenstein-Hochschule für kunst und Design Halle auf „Fotosafari“. Vereinfachung ist gut, aber bisweilen einfach unzutreffend. Um was geht es bei diesem Projekt? Es geht um das Fremde. Das Andere sehen und fotografieren zu können, Fotografie in ihrer vornehmsten Art. Die Bilder sehen wir im Kontext. Weltanschauung kommt von Welt anschauen, sagte man selbstironisch während meiner sozialistischen Studienzeit. Ohne Mauer stimmt der Satz.

    Durch die freundliche Unterstützung des Freundes- und Förderkreises der Burg Giebichenstein sogar mit einem Ausstellungskatalog ausgestattet, ist die Ausstellung der entstandenen Arbeiten ab dem 25.06.2010 in Berlin, Galerie Alte Schule Adlershof zu besichtigen. (Rudolf Schäfer)

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  • Abstraktion & Einfühlung


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    21.8.-25.9.2010

    Abstraktion & Einfühlung
    Malerei , Grafik und Skulpturen
    Bernd Aury, Karin Christiansen, Henry Stöcker

    Laudatio: Petra Hornung, Kunsthistorikerin, Berlin
    Musik: Valentin Butt, Bajan (Knopfakkordeon)
    Ausstellungseröffnung: Freitag, den 20.8.2010, um 20 Uhr

    „Abgesehen von der Brillanz und der besonderen Aura der höchst unterschiedlichen Ausdrucksweisen der drei Künstler wird der wohl gängigen Vorstellung, wonach Abstraktion und Einfühlung als Antipoden in der Kunst gelten, genussvoll widersprochen. Deutlich kann man spüren, wie sich die scheinbaren Gegensätze aneinander reiben, sich bedingen oder steigern können und sich in ihrer unterschiedlichen Graduierung doch immer als eigenes, intuitives Paar formulieren“.

    Petra Hornung

     

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  • MIKROKOSMOS


    9. 10.- 14. 11. 2010
    MIKROKOSMOS
    Nils Olav Bøe, Yotta Kippe, Nika Radić, Joachim Schmid

    Laudatio: Barbara Blickensdorff, Kuratorin, Berlin
    Ausstellungseröffnung: Freitag, den 8.10.2010, um 20 Uhr
    Finissage: Freitag, 12.11.2010, um 20 Uhr, mit der Butoh-Tänzerin Makiko Tominaga

    Nils Olav Bøe- Simulakrum – Fotografie

    Der Norwegische Künstler Nils Olav Bøe baut in seinem Studio Vorrichtungen, die an wissenschaftliche Laboratorien oder an die Apparate erinnern, mit denen in den 1920er Jahren Karl Bloßfeld mikroskopisch kleine Pflanzendetails vergrößert im Bild festhielt. In Bøe’s Fotografien geht es nicht um den flüchtigen „entscheidenden Augenblick“, wie ihn Henri Cartier-Bresson für die Fotografie in der Mitte des 20. Jahrhunderts beschrieb, sondern um einen für das Foto erschaffenen kleinen stehenden Moment, der abgelichtet und vergrößert wird.
    In der Tradition der Objet trouvé verwendet Bøe dazu gefundene Gegenstände. Die Akteure sind kleine Menschenfiguren von zwei Zentimetern Größe, wie sie im Modellbau oder in Kinderzimmern anzutreffen sind. Bøe fotografiert sie mit einem Objektiv, dass groß genug ist, um diese winzigen Figuren später in Lebensgröße zu reproduzieren.
    Er arrangiert die kleinen Menschennachbildungen zu Szenen, die Standartsituationen des gesellschaftlichen Lebens sind. Sie wirken wie die Mittler aus einer anderen, der irdischen sehr nahen Welt, wie eine Rekonstruktion dieser Welt durch Selektion und Neukombination. Es entsteht eine zweite Welt, die der ersten ähnelt, sie aber nicht nur kopieren, sondern durch die Art und Weise der Kopie einsehbar machen will.

    Yotta Kippe- Precious Moments – Digitale Malerei- Monaden – Zeichnung

    Die Berliner Künstlerin Yotta Kippe fasst das Thema Mikrokosmos auf als die Welt der winzig kleinen Wahrnehmungs-Nuancen im reaktiven Zusammenleben der Menschen: Der Mensch als Urbaustein der Weltsubstanz, der die Außenwelt und die eigenen Emotionen erschafft, als ausgesetzes Wesen, der sein menschliches Sein immer wieder neu zu ergründen, wahrzunehmen und zu definieren hat.
    Es geht um die Räume zwischen den Träumen, Sehnsüchten, Hoffnungen und der Lebensrealität des Alltags, um die Zwischenräume, die sich bilden wenn Traumzustand und Selbstwahrnehmung einander begegnen. Das Antlitz, als Gegenstand der Werke von Yotta Kippe bildet ein unbegrenzt veränderbares Beobachtungsobjekt. Kippe modelliert die Nuancen eines Augenblicks, die Empfindungsfeinheiten, die Untertöne und Zwischentöne. Diese Wahrnehmung und Selbstwahrnehmung in mikroskopisch kleinen Schritten regt an, sich zu entschleunigen und authentisch zu sein. In ihren Monaden-Zeichnungen besinnt sich Yotta Kippe auf die elementaren Gestaltungsmittel Linie, Fläche, Zwischenraum und Hell-Dunkel-Modulation.Die angewandte Technik „Graphit auf Papier“ macht feinste Nuancierungen möglich, ohne in den Lautstärkebereich von Farbigkeit zu gelangen.

    Nika Radic’- Reykjavik Journal 2.9. – 31.10.2004 – Installation

    Die aus Zagreb stammende weit gereiste kroatische Künstlerin Nika Radic’, die inzwischen Wien und Berlin ebenso als ihre Heimatstädte ansehen kann, hat anlässlich eines Studienaufenthaltes 2004 zwei Monate in der Isländischen Hauptstadt Reykjavik verbracht. In dieser Zeit entstanden tagebuchartige Notizen über kleine alltäglichen Beobachtungen, die in der Summe ein nahes Bild vom Leben der Reykjaviker abgeben. Die Lektüre ist kurzweilig und informativ und man fühlt sich als hätte man selbst die Islandreise unternommen. Der Mikrokosmos des Alltags, die kleinen Unterschiede zum Heimatalltag, die jeder Fremde unterschwellig oder bewusst beobachtet und die das Fremde Stück für Stück verständlich machen, sind hier täglich aufgezeichnet. Zum Beispiel: „4.9. Um die Tür aufzuschließen dreht man den Schlüssel in die andere Richtung als ich erwartet hätte. 6.9. Die Eier werden nach Gewicht verkauft. 11.9. Die Leute hier wirken sehr relaxed. Wenn ich das sage gibt mir niemand Recht. 15.9. in der Kunsthochschule stehen lauter Sessel 1.10. Telefonnummern haben keine Ortsvorwahl„.
    Die Arbeit ist minimalistisch, bestehend aus 128 weißen Blättern, die jeweils eine handschriftliche Notiz tragen. Der Betrachter wandert im Raum umher, ähnlich dem Reisenden, der die fremden Strassen durchwandert.

    Joachim Schmid- Meetings – gefundene Fotografie

    Reisekataloge von Neckermann, KLM und dem Niederländischen Reisemagazin „Stayokay“ sind das Quellmaterial dieser Arbeit. Der Berliner Künstler Joachim Schmid hat genau die kleinen Bildausschnitte gewählt, die im Hintergrund der großartigen Aufnahmen von Massenhotels an weißen Küsten zu finden sind und die glücklichen Paare zeigen, die die eigentliche Traumidylle des Reisens, der Erholung und des Frohsinns verkörpern sollen. Die ungefilterten und opulenten Klischees sind entlarvend, amüsant, und dennoch wirksam; immer dann, wenn sich der Betrachter ernüchtert bei der eigenen Last-Minute-Sehnsucht nach diesen virtuellen Orten erwischt, an denen die Sonne immer scheint, die Urlauber immer lächeln und die Pools immer blau sind.

    Barbara Blickensdorff

     

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  • Schwarz und Fleisch – Fisch und Weiß


    27.11.2010 – 8.1.2011
    Schwarz und Fleisch – Fisch und Weiß
    Jahresendausstellung

    Einführung: Dorit Bearach
    Musik: Roland Komitow, Saxophon und Klarinette
    Ausstellungseröffnung: Freitag, den 26.11.2010 um 20 Uhr

     

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  • „JUNGES DESIGN IN BERLIN“


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    26.3 – 30.4.2011

    „JUNGES DESIGN IN BERLIN“
    Studenten und Absolventen der UDK, der Kunsthochschule Weißensee, der HTW Schöneweide

    Kuratorin: Dorit Bearach
    Laudatio: Dorit Bearach
    Im Konzert: 21hAuTark, Berlin
    Ausstellungseröffnung: Freitag, den 25.3.2011 um 20.00 Uhr

    Die Ausstellung „Junges Design in Berlin“ gibt Studenten und Absolventen der Berliner Universität der Künste, der Kunsthochschule Weißensee und der Hochschule für Technik und Wirtschaft/ Campus Schöneweide sowie auch freischaffenden jungen Designern eine Bühne. Produktdesigner zeigen verstellbare Beleuchtungskörper, von Modedesignern sind Kleider und Oberteile aus natürlichen und künstlichen Materialien zu sehen. Es sind überraschend gestrickte Stoffe und Kleidungstücke, gestrickter Schmuck, Tapeten, die aussehen wie von Edelschimmel bewachsen, Menschen und Kulturen, die sich im Bild und Objekt vermischen. So werden Strukturen im Dreidimensionalen gezeigt, unerwartete Anwendungen von Materialien verblüffen immer wieder, wie Haare und Strick, Knochen, Pailletten, Geweih und Federn.Aus dem Bereich des Grafikdesigns stehen Plakate und Bücher neben eigenwilligem Körperschmuck und experimentell gewebten Flächen.
    Eine Fülle von Ideen und engagiertes Vorgehen geben uns viel Material zum Nachdenken: über unser Umfeld, über unsere Umwelt, über unsere Nachbarn und – wie aufmerksam die jüngere Generation doch mit ihrer / unserer Zukunft umgeht. Die Haltung ist allenthalben frisch, mal witzig, mal nachdenklich, erotisch, verspielt und verträumt.

    © Dorit Bearach

    Berlin, den 10.3.2011

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