Category: 2022

  • Guide to Assisted Evolution

    Guide to Assisted Evolution


    14. 5. bis 3. 7. 2022

    Guide to Assisted Evolution
    Lukas Jüliger

     Eröffnung: Freitag, den 13. Mai 2022, um 19.00 Uhr

    Begrüßung: MARCO BRAUCHMANN, Bezirksstadtrat für Weiterbildung und Kultur, Schule und Sport

    Einführung: MILENA MERCER, Leiterin der kommunalen Galerien Treptow-Köpenick

    Begleitprogramm: Kuratorinnenführung am Sonntag, den 3. Juli 2022, um 16 Uhr


    Die Ausstellung Guide to Assisted Evolution bildet den Auftakt der neue Ausstellungsreihe Wahlverwandtschaft, in der die kommunale Galerie einmal im Jahr einen Exkurs in benachbarte Disziplinen der bildenden Kunst unternimmt. Zu sehen sind die Zeichnungen, Bücher, Graphics Interchange Formats (GIFs) und Installationen des Illustrators und Graphic Novelist Lukas Jüliger. Seit Jahren begeistert er die Feuilletons mit seinen Erzählungen und seinem feingliedrigen Zeichenstil. Im Rathaus Johannisthal zeigt er erstmalig auch seine Projekte der Freien Kunst.

    Die Ausstellung nähert sich von verschiedenen Seiten den drei veröffentlichten Graphic Novels: Vakuum (2013) erzählt die Liebesgeschichte zweier junger Menschen, die sich unter dem Schatten einer nahenden Apokalypse entfaltet. Für Berenice (2018) adaptierte Jüliger die gleichnamige Erzählung von Edgar Allen Poe und transferierte sie ins Informationszeitalter: in die Tiefen des Internets, seine Foren und Cam Rooms. Die neuste Veröffentlichung Unfollow (2020) traf erneut den Nerv unserer Zeit. Ein junger Öko-Aktivist und Social-Media-Influencer namens Earthboi (@realearthboi) macht sich auf den Weg die Welt zu retten und verliert dabei die Kontrolle über sein eigenes Narrativ.

    Jüligers Erzählungen sind düstere Fabeln über unserer Gegenwart, die durch die feinen Striche und dezente Farbgebung so anziehend wie beunruhigend wirken. Die Ausstellung wurde vom Künstler als Gesamtinstallation geplant. Jeder Raum hat ein eigenes Thema und ist individuell gestaltet. Neben Zeichnungen zeigt Jüliger einige Objekten seiner Inspiration und erstmals animierte Grafiken sowie eine Serie zarter Aquarellzeichnungen.

    Einladungskarte


    Öffnungszeiten:

    Di – Do 12 – 19 Uhr
    Fr 12 – 17 Uhr
    Sa 15 – 19 Uhr

    Der Eintritt ist frei.

     


    Mit freundlicher Unterstützung der Senatsverwaltung für Kultur und Europa – Ausstellungsfonds Kommunale Galerien Berlin


     

  • FRESH & ANCIENT

    FRESH & ANCIENT


    19. 3. bis 1. 5. 2022

    FRESH & ANCIENT – eine Ausstellung von Yarisal & Kublitz in der Galerie im Rathaus Johannisthal

    Eröffnung: Freitag, den 18. März 2022, um 19.00 Uhr

    Begrüßung: MARCO BRAUCHMANN, Bezirksstadtrat für Weiterbildung und Kultur, Schule und Sport

    Einführung: MILENA MERCER, Leiterin der kommunalen Galerien Treptow-Köpenick

    Begleitprogramm: Kuratorinnenführung am Sonntag, den 1. Mai 2022, 16 Uhr

     


    Ronnie Yarisal (*1981 in Genf, Schweiz) und Katja Kublitz (*1978 in Kopenhagen, Dänemark) sind für ihre humorvoll-subversiven Skulpturen bekannt, in denen sie wertvolle, teuer aussehende und profane Alltagsgegenstände miteinander kombinieren. Die auratisch wirkenden Arbeiten bringen sie in Ausstellungen in aufwendigen Installationen zusammen, die sich mit Themen wie Glaube, Mythen, Heilung oder Spiritualität beschäftigen. Ihre Arbeitsweise besteht zumeist aus zwei Phasen: Einer exzessiven Recherche folgt eine laborähnliche Kunstproduktion. Dabei untersuchen sie stets menschliches Verhalten und speziell die Veränderung desselbigen durch das Internet, die Digitalisierung und Technisierung unserer Umwelt.

     Einladungskarte >>>


    Mit freundlicher Unterstützung der Senatsverwaltung für Kultur und Europa – Ausstellungsfonds Kommunale Galerien Berlin


     

  • VERMESSUNG DER STADT

    VERMESSUNG DER STADT


    3.12.2021-27.2.2022

    VERMESSUNG DER STADT – eine Ausstellung von Larissa Fassler und Benedikt Terwiel in der Galerie im Rathaus Johannisthal

     

    kuratiert von Meta Marina Beeck

    Eröffnung: Donnerstag, 2. Dezember 2021, 19 Uhr
    Laufzeit: 3. Dezember 2021 bis 27. Februar 2022
    Kuratorinnenführung: Sonntag, 16. Januar 2022, 16 Uhr
    Künstlerbuch-Präsentation mit Benedikt Terwiel: Sonntag, den 27. Februar 2022, 16 Uhr

     


    Die Ausstellung VERMESSUNG DER STADT präsentiert Arbeiten der in Berlin lebenden Künstlerin Larissa Fassler und des Künstlers Benedikt Terwiel. Beide untersuchen und erstellen städtische Landschaftsbilder, die sich verschiedener Verfahren der Kartografie bedienen. Dabei wird die Kartografie nicht auf ein bildgebendes wissenschaftliches Verfahren reduziert, sondern individuell ausgelegt und dabei kritisch, erkenntnisstiftend und poetisch verhandelt.

    Larissa Fassler untersucht öffentliche Räume und Knotenpunkte der Stadt, so zum Beispiel in Berlin den Kotti (2008) und den Moritzplatz (2017, 2019). Ihre intensive und oft mehrerer Wochen andauernde Annäherung beginnt mit einer körperlichen Vermessung dieser Orte. Sie erkundet und schreitet diese ab, lässt sich von ihrer subjektiven Wahrnehmung leiten und erfasst auf diese Weise deren Dynamik und Charakter. Ihre Erkenntnisse sammelt sie in ihren Kartierungen, die auf den ersten Blick an konventionelle architektonische Darstellungen erinnern. Die von ihr erstellten Zeichnungen ermöglichen allerdings einen weitaus differenzierten Blick. Der an menschlichen Bedürfnissen vorbei geplante Stadtraum wird ebenso zum Thema wie die Hinterfragung von vorgefassten Meinungen und Vorurteilen, die nicht nur den Ort betreffen, sondern auch die sich dort aufhaltenden Menschen. Fasslers Auseinandersetzung mit urbanen Strukturen wirft Fragen nach Ordnungs-, Verteilungs- und Machtverhältnissen auf, die in Folge der künstlerischen Forschung sichtbar gemacht werden.

    Benedikt Terwiel umreißt ein weites historisches Feld der kartografischen Geschichte. Die für die Arbeit Invaliden/Straße (2021) ausfindig gemachten Lithografiesteine, von denen er Gipsabdrücke anfertigt, sind auf das Jahr 1937 datiert. Ihrerzeit dienten sie als Druckvorlagen für Stadtpläne und Landkarten. Vor dem Hintergrund eines erweiterten Verständnisses von Karte und Kartierung hat man es heute mit digitalen Geoinformationen zu tun. Basierend auf aktuellen Geodaten, die der Künstler vom Berliner Landesvermessungsamt erfragt hat, erstellt er eine Serie von computeranimierten Landschaftsbildern, die das Berliner Südgelände (2021) zeigen. Das Gebiet des heutigen Natur-Parks Schöneberger Südgelände erscheint in den Renderings wie ein Filmstill aus einem Science-Fiction-Film. Befürchtungen hinsichtlich eines dystopischen Zukunftsszenarios, auf das die Menschheit zusteuert, werden geschürt. Die Erweiterung einer kartografischen Praxis, die ohne Kartenobjekt auskommt und sich im Sinne einer Erschließung neuer Lebensräume in extraterrestrische Atmosphären ausdehnt, ist hier angelegt.

    Die Ausstellung wurde kuratiert von Meta Marina Beeck.

     

    Einladungskarte >>>


     

    Weitere Informationen:

    www.larissafassler.de

    www.benediktterwiel.info

    Ingeborg Ruthe, Rezension in der Berliner Zeitung “Urbane Landschaftsbilder mit Dystopie” >>>

     


    Mit freundlicher Unterstützung der Senatsverwaltung für Kultur und Europa – Ausstellungsfonds Kommunale Galerien Berlin